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Tom Radisch: Der erfolgreiche Schauspieler und Sohn von Andreas Schmidt-Schaller

Tom Radisch hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im deutschen TV-Krimi etabliert zuletzt als neuer Kommissar Frank Weller in den beliebten „Ostfriesenkrimis“ im ZDF. Was viele Zuschauer dabei erst nach und nach erfahren: Radisch ist der Sohn des bekannten Schauspielers Andreas Schmidt-Schaller, der als Hauptkommissar Hajo Trautzschke in „SOKO Leipzig“ über zwei Jahrzehnte zum festen Bestandteil des deutschen Vorabendprogramms wurde. Anders als seine Halbgeschwister Petra und Matti Schmidt-Schaller trägt Tom Radisch jedoch nicht den bekannten Familiennamen, sondern den Namen seiner Mutter.

NameTom Radisch
Geboren1982 in Großröhrsdorf, Sachsen
BerufSchauspieler und Synchronsprecher
VaterAndreas Schmidt-Schaller (Schauspieler, u. a. „SOKO Leipzig“)
MutterTänzerin (Name nicht öffentlich bekannt)
HalbgeschwisterPetra Schmidt-Schaller (* 1980), Matti Schmidt-Schaller (* 1996)
AusbildungHochschule für Musik und Theater Rostock (2006–2007); Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin (2007–2011)
Bekannte RollenDr. Timotheus von Hatzfeld („Familie Dr. Kleist“), Stefan Schäfer („Malibu“), Frank Weller (Ostfriesenkrimis)
WohnortBerlin
PrivatlebenLiiert, eine Tochter

Wer ist Tom Radisch?

Tom Radisch wurde 1982 in Großröhrsdorf in Sachsen geboren und ist der zweitälteste Sohn des Schauspielers Andreas Schmidt-Schaller. Er entstammt einer Beziehung Schmidt-Schallers mit einer Tänzerin, deren Namen er bis heute trägt. Während sein Vater bereits zu DDR-Zeiten als Ermittler Thomas Grawe in der Krimireihe „Polizeiruf 110“ zum Star wurde und später als „Schimanski des Ostens“ galt, wuchs Tom Radisch zunächst in Dresden auf, wo seine Mutter als Balletttänzerin arbeitete und er viel Zeit im Theater verbrachte. Seine frühen Schuljahre erlebte er noch in der DDR, sodass die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Wendezeit seine Kindheit unmittelbar prägten.

Tom Radisch ist nicht das einzige Kind aus der Schauspieler-Dynastie Schmidt-Schaller: Er ist der Halbbruder der Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller, die 1980 aus der ersten Ehe des Vaters mit der Schauspielerin Christine Krüger hervorging, sowie des Schauspielers Matti Schmidt-Schaller, der 1996 aus einer späteren Beziehung Andreas Schmidt-Schallers mit der Regisseurin Swentja Krumscheidt geboren wurde. Damit ergriffen gleich drei der Kinder Andreas Schmidt-Schallers den Schauspielerberuf eine in der deutschen Fernsehlandschaft durchaus seltene Familienkonstellation.

Ausbildung und erste Theaterengagements

Von 2006 bis 2007 besuchte Tom Radisch die Hochschule für Musik und Theater in Rostock, bevor er von 2007 bis 2011 Schauspiel an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin studierte. Bereits während seines Studiums sammelte er erste professionelle Bühnenerfahrung: Am Deutschen Theater Berlin spielte er 2009 unter der Regie von Andreas Kriegenburg den Laertes in „Hamlet“, an der Schaubühne Berlin war er 2010 in Volker Löschs Inszenierung von „Berlin Alexanderplatz“ zu sehen. Für seine Rolle als Karl Schmidt in der Studierendenproduktion „Der kleine Bruder“ am bat-Studiotheater, inszeniert von Leander Haußmann und Sven Regener, erhielt er gemeinsam mit seinem Ensemble beim Theatertreffen der Schauspielschulen in Leipzig den „Ensemblepreis“.

Nach dem Studium blieb Radisch dem Theater zunächst eng verbunden. Ab 2011 hatte er ein Engagement am Residenztheater München, im Sommer 2015 trat er bei den Nibelungenfestspielen Worms als Volker von Alzey in der Uraufführung von Albert Ostermaiers „Gemetzel“ auf. Von 2017 bis 2019 war er an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der Opern-Inszenierung „King Arthur“ unter der Regie von Sven-Eric Bechtolf als Erdgeist Grimbald zu sehen, 2020 gastierte er am Schauspiel Köln in Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“ unter der Regie von Stefan Bachmann.

Der Weg ins Fernsehen: Vom Nebendarsteller zum Serienstar

Parallel zur Theaterarbeit war Tom Radisch seit seinem Debüt im Fernsehfilm „Küss mich, wenn es Liebe ist“ im Jahr 2008 regelmäßig vor der Kamera zu sehen. Insgesamt zählt seine Filmografie mittlerweile mehr als 40 TV- und Kinoproduktionen. Seit 2012 ist er fester Bestandteil der deutschen Krimi- und Serienlandschaft und trat häufig in ZDF-Formaten wie den SOKO-Reihen auf. In der ZDF-Krimireihe „Kommissarin Lucas“ spielte er 2016 den Gemeindepfarrer Jörg, der sich für das Kirchenasyl von Flüchtlingen einsetzt, in der Fernsehreihe „Inga Lindström“ verkörperte er im selben Jahr den bei einem Bootsausflug tödlich verunglückten Verlobten der weiblichen Hauptfigur.

Größere Bekanntheit erlangte Radisch durch Episodenhauptrollen in etablierten ZDF-Serien: In der Auftaktfolge der 11. Staffel von „Der Bergdoktor“ (2018) spielte er einen Ehemann, der seine Frau mit einem rigorosen Kinderwunsch unter Druck setzt, in „In aller Freundschaft“ (2020) einen werdenden Vater, der sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch bei seinem behinderten Baby aussprach. Im TV-Krimidrama „So weit das Meer“ (2019) verkörperte er an der Seite von Uwe Kockisch den wenig selbstbewussten Schwiegersohn eines Kapitäns, der sich am Ende als früherer Vergewaltiger entpuppt. Eine seiner bekanntesten Serienrollen hatte er von 2016 an als Radiologe Dr. Timotheus von Hatzfeld in der Arztserie „Familie Dr. Kleist“. Von 2022 bis 2023 spielte er zudem in insgesamt fünf TV-Filmen der ZDF-Reihe „Malibu“ den gestressten Hamburger Programmierer Stefan Schäfer an der Seite von Karla Nina Diedrich.

Vom Bösewicht zum Ermittler: Die Rolle des Frank Weller

Einen besonderen Karrieresprung erlebte Tom Radisch ab Ende 2025, als er die Rolle des Kommissars Frank Weller in der erfolgreichen ZDF-Reihe „Ostfriesenkrimi“ nach den Bestsellern von Klaus-Peter Wolf übernahm. Die Figur, der Ehemann von Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen (Picco von Groote), wurde zuvor über zwölf Filme hinweg von Christian Erdmann gespielt, der die Reihe auf eigenen Wunsch verließ. Radisch übernahm den Part erstmals im 13. Fall „Ostfriesenhölle“, der am 27. Dezember 2025 im ZDF ausgestrahlt wurde, und spielte die Figur kurz darauf im 14. Fall „Ostfriesentotenstille“ ein zweites Mal.

Im Interview beschrieb Radisch den Einstieg in die seit Jahren etablierte Rolle als große Herausforderung: Er habe sich sämtliche bisherigen Filme der Reihe angesehen und sich intensiv in die Buchvorlagen eingelesen, um der Figur trotz der Vorgeschichte eine eigene Note zu verleihen. Besonders ungewöhnlich an seinem Wechsel ins Ermittlerfach: Im „Tatort: Fiderallala“ aus Münster hatte Radisch im Jahr davor noch den Mörder gespielt als Kommissar Frank Weller wandelte er sich nun vom Bösewicht zum Gesetzeshüter und führte damit zugleich eine Familientradition fort, denn schon sein Vater machte als unkonventioneller TV-Ermittler Karriere.

Das Verhältnis zu seinem Vater Andreas Schmidt-Schaller

Andreas Schmidt-Schaller, geboren 1945 in Arnstadt, wurde in den 1980er-Jahren als Leutnant Thomas Grawe in der DDR-Krimireihe „Polizeiruf 110“ bekannt und nach der Wiedervereinigung von 2001 bis 2017 als Hauptkommissar Hajo Trautzschke in der ZDF-Reihe „SOKO Leipzig“ zu einem der bekanntesten TV-Ermittler Deutschlands, in der er bis 2022 in über 330 Folgen zu sehen war. Mitte Oktober 2025 gab Schmidt-Schaller bekannt, dass er fortan nicht mehr als Schauspieler arbeiten werde. Er lebte zuletzt bis 2021 in Berlin-Pankow und Koserow, anschließend mehrere Jahre im Seebach-Stift, einem Seniorenheim für Schauspieler in Weimar, und wohnt inzwischen in einem Pflegeheim südöstlich von Berlin.

Tom Radisch hat seinen bekannten Vater bewusst nie für seine eigene Karriere genutzt. Im Interview mit der „SuperIllu“ erklärte er dazu: „Diesen Weg bin ich ganz alleine gegangen. Ich musste mich wie die meisten anderen an der Schauspielschule bewerben und durchboxen.“ Dass er nicht den Namen Schmidt-Schaller, sondern den seiner Mutter trägt, empfindet er dabei als Vorteil, weil er so nicht sofort mit der „Schauspieldynastie“ in Verbindung gebracht werde und in Ruhe seinen eigenen Weg gehen könne. Auch bei seiner neuen Rolle als Frank Weller betonte er im Interview mit der „Nordwest-Zeitung“, dass er bewusst keinen fachlichen Austausch mit seinem Vater über die Rolle gesucht habe: Er trenne Beruf und Familie ganz bewusst voneinander.

Trotz dieser bewussten Abgrenzung beschreibt Radisch das Verhältnis zu seinem Vater als freundschaftlich und nah. Die beiden standen genau einmal gemeinsam vor der Kamera: in einer SOKO-Leipzig-Folge, in der Schmidt-Schaller als Ermittler einen Täter abführt, während Radisch unter den Zuschauenden zu sehen ist, der zwischenzeitlich selbst unter Mordverdacht stand. Radisch empfand diesen kurzen gemeinsamen Moment als besonders poetisch. Auch privat bleiben Vater und Sohn eng verbunden, etwa wenn Schmidt-Schaller sich Produktionen seines Sohnes ansieht und ihm anerkennend auf die Schulter klopft.

Privatleben: Familie und Wohnort Berlin

Über das Privatleben von Tom Radisch ist vergleichsweise wenig öffentlich bekannt, was seinem grundsätzlich zurückhaltenden Umgang mit der eigenen Bekanntheit entspricht. Radisch lebt mit seiner Familie in Berlin, ist liiert und hat eine Tochter. Im Gespräch mit der „SuperIllu“ beschrieb er seine Tochter als lebhaftes, aufgewecktes Kind, das von klein auf mit ins Theater genommen wurde und bereits mit drei Jahren gemeinsam mit ihren Eltern eine Aufführung der „Dreigroschenoper“ besuchte ein Hinweis darauf, dass auch die dritte Generation der Familie früh mit der „Künstlerszene“ in Berührung kommt.

Warum Tom Radisch aktuell so gefragt ist

Tom Radisch zählt heute zu den vielseitigsten Charakterdarstellern des deutschen Fernsehens. Seine Filmografie reicht von Episodenhauptrollen in Publikumslieblingen wie „Der Bergdoktor“ und „In aller Freundschaft“ über die Hauptrolle in der Komödienreihe „Malibu“ bis hin zur aktuellen Besetzung als Kommissar Frank Weller in den „Ostfriesenkrimis“. Hinzu kommen Auftritte in Formaten wie „Tatort Münster“, „Bettys Diagnose“, „SOKO Hamburg“ und „Die Bergretter“. Diese Bandbreite, gepaart mit der Tatsache, dass er trotz seiner familiären Herkunft konsequent seinen eigenen Weg gegangen ist, macht ihn zu einer der interessanteren Figuren des deutschen Krimi- und Seriengeschäfts und erklärt, warum viele Zuschauer inzwischen wissen wollen, wer der neue Mann an der Seite von Ann Kathrin Klaasen eigentlich ist und welche familiäre Geschichte hinter ihm steckt.

Häufig gestellte Fragen zu Tom Radisch

Wer ist Tom Radisch?

Tom Radisch ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher, geboren 1982 in Großröhrsdorf. Er ist der zweitälteste Sohn des Schauspielers Andreas Schmidt-Schaller und seit Ende 2025 als Kommissar Frank Weller in den ZDF-„Ostfriesenkrimis“ zu sehen.

Ist Tom Radisch wirklich der Sohn von Andreas Schmidt-Schaller?

Ja. Tom Radisch entstammt einer Beziehung Andreas Schmidt-Schallers mit einer Tänzerin und trägt deren Nachnamen, nicht den seines Vaters.

Warum trägt Tom Radisch nicht den Namen Schmidt-Schaller?

Radisch trägt den Namen seiner Mutter. Er selbst sagt, dass ihm das helfe, nicht sofort mit der „Schauspieldynastie“ seines Vaters assoziiert zu werden, und er dadurch in Ruhe seinen eigenen Weg gehen könne.

Wer sind die Geschwister von Tom Radisch?

Seine Halbgeschwister sind die Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller (* 1980) und der Schauspieler Matti Schmidt-Schaller (* 1996), beide ebenfalls Kinder von Andreas Schmidt-Schaller aus anderen Beziehungen.

Welche Rolle spielt Tom Radisch aktuell?

Seit Ende 2025 verkörpert er Kommissar Frank Weller in den „Ostfriesenkrimis“ im ZDF, unter anderem in den Filmen „Ostfriesenhölle“ und „Ostfriesentotenstille“, und übernahm die Rolle von seinem Vorgänger Christian Erdmann.

Hat Tom Radisch eine Familie?

Ja, er ist liiert, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in Berlin.

Fazit

Tom Radisch hat sich abseits des bekannten Familiennamens eine eigenständige Karriere im deutschen Schauspiel aufgebaut vom klassischen Theaterstudium über Episodenrollen in Publikumshits bis zur aktuellen Hauptrolle in den „Ostfriesenkrimis“. Dass er der Sohn von Andreas Schmidt-Schaller ist, einem der bekanntesten TV-Ermittler des deutschen Fernsehens, hat er nie für den eigenen Erfolg genutzt. Genau diese bewusste Eigenständigkeit, gepaart mit der spannenden Familiengeschichte im Hintergrund, macht Tom Radisch zu einer der Figuren des deutschen Fernsehens, über die Zuschauer aktuell besonders gerne mehr erfahren möchten.

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