Theo Koll

Theo Koll: Karriere, ZDF und journalistische Stationen

Theo Koll ist einer der profiliertesten deutschen Fernsehjournalisten der vergangenen Jahrzehnte. Über mehr als 30 Jahre prägte er die politische Berichterstattung des ZDF – als Korrespondent, Moderator und Redaktionsleiter. Seine Karriere führte ihn von Bonn über London und Paris bis nach Berlin.

Wer ist Theo Koll?

Theo Koll wurde am 19. März 1958 in Bensberg (heute Teil von Bergisch Gladbach) geboren. Er studierte von 1977 bis 1985 Politikwissenschaft, Neuere Geschichte, Soziologie und Staatsrecht an den Universitäten Bonn, London, Paris und Hamburg. Den Abschluss als Magister Artium (M.A.) legte er an der Universität Bonn ab. Bereits während des Studiums arbeitete er als freier Mitarbeiter unter anderem für den Deutschlandfunk, die Zeitschrift „journalist“ und den Bayerischen Rundfunk.

Frühe journalistische Stationen

Nach dem Studium absolvierte Theo Koll ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Anschließend war er als Fernsehredakteur tätig und berichtete unter anderem als Hamburg-Korrespondent für die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“. Er übernahm zudem zeitweise Auslandsvertretungen in Washington und Tokio. Diese Jahre legten den Grundstein für seine spätere Arbeit als Korrespondent und Moderator im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Der Wechsel zum ZDF und die ersten Jahre

1990 wechselte Theo Koll zum ZDF und begann als Redakteur im damaligen Hauptstadtstudio Bonn. Bereits 1993 übernahm er die Leitung des ZDF-Studios in London. Dort war er bis 2001 verantwortlich für die Berichterstattung aus Großbritannien und Europa. Diese acht Jahre als Studioleiter prägten sein internationales Profil.

Frontal 21 und die investigativen Jahre

Von 2001 bis 2009 war Theo Koll Moderator und stellvertretender Leiter des investigativen Politikmagazins „Frontal 21“. Die Sendung setzte sich kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander. Für die redaktionelle Arbeit von „Frontal 21“ erhielt das Team mehrere Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis 2005 und den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2006. Parallel moderierte Koll von 2001 bis 2003 den 3sat-Talk „Koll.neunzehnZehn“ und von 2006 bis 2010 im Wechsel mit Esther Schweins das Theatermagazin „Foyer“.

Leitung der Hauptredaktionen und weitere Moderationen

Ab 2009 übernahm Theo Koll die Leitung der ZDF-Hauptredaktion Außenpolitik und moderierte das „auslandsjournal“. Von 2010 bis 2014 leitete er die Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen. In dieser Zeit präsentierte er das „Politbarometer“, moderierte „ZDFspezial“-Sendungen und war in Wahlsendungen als „Mann der Zahlen“ für Analysen und Hochrechnungen zuständig. Diese Aufgaben machten ihn einem breiten Publikum als präzisen und unaufgeregten Kommentator politischer Entwicklungen bekannt.

Stationen in Paris und Berlin

Zum 1. Juli 2014 wechselte Theo Koll als Studioleiter nach Paris und verantwortete die Berichterstattung aus Frankreich und Südwesteuropa. 2016 war er einer der Kandidaten für die Intendanz des rbb, unterlag jedoch Patricia Schlesinger. Am 1. März 2019 übernahm er die Leitung des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin. In dieser Funktion moderierte er bis zu seinem Ausscheiden das politische Magazin „Berlin direkt“. Am 22. Oktober 2023 führte er die Sendung zum letzten Mal und ging anschließend in den Ruhestand.

Was macht Theo Koll heute?

Seit Dezember 2023 ist Theo Koll im Ruhestand. Seit Januar 2024 ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Aktion Mensch und moderiert die Talkshow „phoenix persönlich“ auf dem Sender phoenix (ARD/ZDF). Ab April 2024 tritt er zudem regelmäßig als Politik-Experte im „ZDF-Morgenmagazin“ auf.

Auszeichnungen

Für seine journalistische Arbeit wurde Theo Koll mehrfach ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem:

  • Bayerischer Fernsehpreis (2005)
  • Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis (2006)
  • Goldener Prometheus als Fernsehjournalist des Jahres (2006)
  • Goldene Kamera (2007)
  • Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Information“ (2013)
  • Hildegard-von-Bingen-Preis (2017)

Häufig gestellte Fragen zu Theo Koll

Wer ist Theo Koll?

Theo Koll ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator, der von 1990 bis 2023 beim ZDF tätig war.

Welche Positionen hatte Theo Koll beim ZDF?

Er war unter anderem Studioleiter in London (1993–2001) und Paris (2014–2019), Moderator und stellvertretender Leiter von „Frontal 21“, Leiter der Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen sowie von 2019 bis 2023 Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin.

Für welche Sendungen ist Theo Koll bekannt?

Vor allem für „Frontal 21“, das „auslandsjournal“, „Berlin direkt“, das „Politbarometer“ sowie Analysen in ZDF-Wahlsendungen.

Was macht Theo Koll seit seinem Ruhestand?

Seit 2024 moderiert er „phoenix persönlich“ und ist als Politik-Experte im „ZDF-Morgenmagazin“ zu sehen. Zudem ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Aktion Mensch.

Fazit

Theo Koll hat über mehr als drei Jahrzehnte die politische Berichterstattung des ZDF mitgeprägt – als Korrespondent, Moderator und Führungskraft. Seine Stationen in London, Paris und Berlin, die langjährige Arbeit bei „Frontal 21“, dem „auslandsjournal“ und „Berlin direkt“ sowie seine Rolle in Wahlsendungen machen ihn zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehjournalismus. Auch nach dem Ausscheiden aus der festen ZDF-Struktur bleibt er als Moderator und Politik-Experte präsent.

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