Die traditionsreiche österreichische Modekette Jones Fashion schließt nach über fünf Jahrzehnten ihre Pforten. Alle 30 eigenen Filialen enden Ende Juni 2025 ihren Betrieb. Ein umfangreicher Abverkauf läuft bereits, und internationale Marken übernehmen die meisten Standorte. Kunden verlieren eine etablierte Adresse für hochwertige Damenmode, während viele Arbeitsplätze gesichert bleiben. Die Schließung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen im stationären Modehandel.
Jones Fashion schließt als Folge veränderter Konsumgewohnheiten und wirtschaftlicher Belastungen. Das Familienunternehmen entscheidet sich für eine ordentliche Abwicklung. Treue Fans profitieren noch von attraktiven Rabatten in Filialen und online.
Die Geschichte von Jones Fashion
Jones Fashion entstand 1972 durch Gabor Rose in Wien. Anfangs konzentrierte sich das Label auf trendige Damenblusen, die schnell Kultstatus erlangten.
In den 1990er Jahren eröffneten die ersten Filialen in der österreichischen Hauptstadt. Rasch wuchs das Netz auf Dutzende Stores in Österreich und Nachbarländern.
Das Unternehmen etablierte sich als Spezialist für exklusive Business- und Casual-Wear. Mit Franchisepartnern und Concession Points erreichte Jones über 100 Verkaufsstellen.
Bis zu 40 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2003 unterstrichen den Erfolg. Jones wurde zu einem der größten Modeanbieter Österreichs.
Das Familienunternehmen stand für Qualität und Eleganz. Viele Kundinnen schätzten die zeitlosen Kollektionen über Jahrzehnte.
Gründe für die Schließung von Jones Fashion
Jones Fashion schließt aufgrund massiver Veränderungen im Konsumverhalten. Homeoffice und Corona reduzierten die Nachfrage nach Business-Mode erheblich.
Steigende Kosten für Energie, Personal und Materialien belasteten die Margen stark. Der harte Wettbewerb durch Online-Händler verstärkte den Druck.
Trotz intensiver Sparmaßnahmen und Anpassungen fehlte eine langfristige Perspektive. Frühere Insolvenzen in 2019 und 2023 hatten das Unternehmen bereits geschwächt.
Geschäftsführer Gabor Rose betonte die schwierige Marktlage. Eine dritte Insolvenz wollte man vermeiden und stattdessen sauber abschließen.
Der stationäre Handel erlebt eine Bereinigungswelle. Viele Traditionsmarken kämpfen mit ähnlichen Problemen.
Wirtschaftliche Herausforderungen im Detail
Der Modehandel leidet unter dem Boom des E-Commerce. Günstige Ketten und internationale Giganten drängen lokale Anbieter zurück.
Nach der Pandemie priorisieren Verbraucher Freizeitkleidung. Elegante Outfits verlieren an Relevanz im Alltag.
Kostensteigerungen durch Inflation treffen Premiumsegmente hart. Jones konnte trotz Preisanpassungen nicht mithalten.
Branchenexperten sehen in der Schließung ein Symptom größerer Strukturprobleme. Österreich verliert weitere stationäre Modeangebote.
Der große Abverkauf bei Jones Fashion
Mitte April 2025 startete der umfassende Kollektions-Abverkauf. Hohe Rabatte auf Basics, Kollektionen und Lagerbestände locken Kunden an.
In allen Filialen und online gab es attraktive Angebote. Bis zu 70 Prozent Reduzierung auf ausgewählte Artikel waren möglich.
Der Online-Shop bot bis Juni Sonderaktionen. Als Dankeschön an treue Kundinnen galten automatische Rabatte im Warenkorb.
Filialen blieben bis Ende Juni geöffnet. Persönliche Beratung und Probieren vor Ort waren weiterhin möglich.
Nutzer profitierten von Schnäppchen bei hochwertiger Damenmode. Der Sale markierte den Abschied von Jones.
Tipps zum Abverkauf nutzen
Viele Kundinnen sicherten sich letzte Stücke aus Lieblingskollektionen. Frühes Kommen lohnte sich für die besten Auswahl.
Online-Bestellungen ermöglichten bequemes Shoppen von zu Hause. Versandkostenfreie Optionen ergänzten die Angebote.
Der Abverkauf milderte den Verlust der Marke. Viele sahen ihn als Chance auf Qualitätsmode zu Top-Preisen.
Übernahme der Filialen durch neue Marken
Drei internationale Labels übernehmen den Großteil der Standorte. More & More, Liberty Fashion und das Salzburger Musterzimmer sichern Flächen.
Bis zu 80 Arbeitsplätze bleiben durch die Übernahmen erhalten. Mitarbeiter wechseln nahtlos zu den neuen Betreibern.
Nur vier Standorte blieben vorerst ohne Nachfolger. Prominente Lagen wie in Wien wechseln den Mieter.
More & More expandiert damit in Österreich. Liberty Fashion und Musterzimmer stärken ihre Präsenz.
Auswirkungen auf Mitarbeiter
Rund 110 Beschäftigte waren betroffen. Die Übernahmen boten Kontinuität für viele im Handel.
Die Zentrale in Wien-Landstraße schloss jedoch. Franchise-Verträge wurden aufgelöst.
Viele Mitarbeiterinnen freuten sich über gesicherte Jobs. Die Übergabe verlief reibungslos.
Die Zukunft nach dem Ende von Jones Fashion
Gabor und Doris Rose planen eine längere Pause. Nach Jahrzehnten intensiver Arbeit brauchen sie Erholung.
Die Marke Jones verschwindet aus der Modewelt. Eine Ära österreichischer Damenmode endet.
Der Handel wandelt sich weiterhin stark. Günstigere und online-orientierte Anbieter gewinnen Terrain.
Jones Fashion schließt als Beispiel für den Branchenwandel. Authentische Qualität bleibt in Erinnerung.
Branchentrends und Ausblick
Der stationäre Modehandel konsolidiert sich. Internationale Ketten füllen Lücken.
Verbraucher bevorzugen Flexibilität und Preisvorteile online. Lokale Premiummarken haben es schwerer.
Neue Konzepte mit Nachhaltigkeit könnten Chancen bieten. Der Wandel fordert Anpassung.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Gründungsjahr | 1972 durch Gabor Rose |
| Filialen vor Schließung | 30 eigene, Franchisenehmer in vier Ländern, über 100 Concession Points |
| Schließungsdatum | Ende Juni 2025 (Filialen), Juni 2025 (Online-Shop) |
| Abverkauf | Ab Mitte April 2025 mit bis zu 70% Rabatt |
| Übernehmende Marken | More & More, Liberty Fashion, Musterzimmer |
| Gesicherte Jobs | Bis zu 80 von 110 |
| Frühere Insolvenzen | 2019 und 2023 |
| Höchster Umsatz | Ca. 40 Millionen Euro (2003) |
FAQs
Wann schließt Jones Fashion endgültig?
Alle Filialen schließen Ende Juni 2025. Der Online-Shop endete bereits im Juni 2025.
Gab es einen Abverkauf bei Jones Fashion?
Ja, ab Mitte April 2025 mit hohen Rabatten in Filialen und online. Bis zu 70 Prozent auf Kollektionen und Basics.
Was passiert mit den Filialen von Jones Fashion?
Die meisten Standorte übernehmen More & More, Liberty Fashion und Musterzimmer. Nur vier blieben ohne Nachfolger.
Sind Arbeitsplätze bei Jones Fashion verloren?
Bis zu 80 von 110 Jobs sind durch Übernahmen gesichert. Die Zentrale schloss jedoch.
Warum schließt Jones Fashion?
Veränderte Konsumgewohnheiten, Kostensteigerungen und vergangene Insolvenzen machten eine Fortführung unmöglich.
Konnte man nach der Ankündigung noch einkaufen?
Ja, bis Ende Juni in Filialen und bis Juni online mit Rabatten.
Welche Marken profitieren von der Schließung?
More & More expandiert, Liberty Fashion und Musterzimmer stärken ihre Präsenz in Österreich.
Gab es Updates zur Schließung im Jahr 2025?
Die Schließung verlief plangemäß. Abverkäufe und Übernahmen wurden umgesetzt.
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