Der französische Zopf, auch als eingeflochtener oder Bauernzopf bekannt, zählt zu den beliebtesten Flechtfrisuren weltweit. Diese elegante und praktische Styling-Technik hält die Haare zuverlässig zusammen, schützt sie vor Wind und Bewegung und verleiht gleichzeitig einen gepflegten, femininen Look. Ob klassisch mittig, seitlich oder doppelt geflochten – der französische Zopf passt zu jedem Anlass, von casual Alltag bis hin zu festlichen Events. Besonders praktisch: Er gelingt in den meisten Haarlängen und -typen, erfordert nur minimale Hilfsmittel und wird mit Übung schnell zur Routine. In dieser umfassenden Anleitung zeigen wir, wie Anfänger den Einstieg finden und Profis kreative Variationen umsetzen können.
Was macht den französischen Zopf so besonders?
Der französische Zopf unterscheidet sich vom einfachen Dreistrangzopf dadurch, dass kontinuierlich neue Haarsträhnen von den Seiten hinzugefügt werden. Dadurch entsteht ein eng am Kopf anliegendes Flechtmuster, das stabil hält und optisch voluminös wirkt. Im Gegensatz zum holländischen Zopf, bei dem die Strähnen unterkreuzt werden und der Zopf erhaben hervortritt, liegt der französische flach und glatt an. Diese Technik ist nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional: Sie reduziert Frizz, verhindert Verknotungen und schont die Haarspitzen.
Vorbereitung: Die richtigen Hilfsmittel und Haarbeschaffenheit
Bevor es losgeht, sorgen wenige Vorbereitungen für ein optimales Ergebnis. Bürsten Sie die Haare gründlich durch, um Knoten zu entfernen. Am besten funktioniert das Flechten an trockenen oder leicht feuchten Haaren – frisch gewaschene, glatte Haare rutschen oft zu sehr. Für besseren Halt empfehlen sich Texturspray, Trockenshampoo oder Volumenpuder, die Griffigkeit schaffen.
Benötigte Utensilien:
- Eine Haarbürste oder Kamm
- Ein durchsichtiges oder farblich passendes Haargummi
- Optional: Haarspray für den Fixierschritt
- Bei Bedarf: Haarnadeln für Varianten

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Der klassische französische Zopf
Diese Basisanleitung eignet sich perfekt für den Einstieg. Arbeiten Sie vor einem Spiegel, um den Hinterkopf gut zu sehen.
- Start am Oberkopf: Kämmen Sie alle Haare nach hinten. Nehmen Sie eine größere Partie am Stirnansatz oder Oberkopf und teilen Sie sie in drei gleich dicke Strähnen (links, mitte, rechts).
- Erste Flechtung: Legen Sie die rechte Strähne über die mittlere – die rechte wird nun zur neuen Mitte. Dann die linke Strähne über die neue mittlere.
- Seitenhaare hinzufügen: Nehmen Sie eine dünne Strähne von der rechten Seite des Kopfes hinzu und fügen Sie sie der rechten Außensträhne bei. Kreuzen Sie diese verstärkte Strähne über die Mitte. Wiederholen Sie das auf der linken Seite.
- Weiterflechten: Fahren Sie fort, abwechselnd rechts und links neue Strähnen aufzunehmen und über die Mitte zu legen. Achten Sie auf gleichmäßige Dicke und straffe Spannung für ein sauberes Muster.
- Abschluss: Sobald alle Haare eingearbeitet sind (meist im Nacken), flechten Sie den restlichen Zopf klassisch weiter. Binden Sie das Ende mit einem Haargummi fest. Für Volumen können Sie die geflochtenen Partien vorsichtig auseinanderziehen.



Tipps für Anfänger
Als Einsteiger üben Sie zunächst an einer Freundin oder Puppe – das erleichtert die Koordination. Nehmen Sie anfangs dickere Strähnen, um den Überblick zu behalten. Ein häufiger Fehler ist zu lockeres Flechten, wodurch der Zopf schnell auseinandergeht. Ziehen Sie stattdessen sanft straff, ohne die Kopfhaut zu belasten. Bei glatten Haaren hilft Trockenshampoo enorm.
Profi-Tipps für perfekte Ergebnisse
Fortgeschrittene variieren die Strähnendicke: Feine Strähnen erzeugen ein detailliertes, filigranes Muster, breitere einen lässigen Look. Für mehr Volumen lockern Sie die geflochtenen Segmente nach dem Binden vorsichtig mit den Fingern. Ein kleiner Trick: Beginnen Sie mit leicht angefeuchteten Haaren für bessere Kontrolle.
Kreative Variationen des französischen Zopfs
Der klassische Zopf lässt sich vielfältig abwandeln.
Seitlicher französischer Zopf
Beginnen Sie an einem Seitenscheitel und flechten Sie entlang einer Gesichtshälfte. Diese Variante wirkt romantisch und eignet sich hervorragend für längere Haare.
Doppelte französische Zöpfe
Teilen Sie die Haare mittig und flechten Sie auf jeder Seite einen Zopf. Ideal für sportliche Aktivitäten oder einen jugendlichen Style.

Holländischer Zopf als Kontrast
Kreuzen Sie die Strähnen unter statt über der Mitte – der Zopf tritt plastisch hervor und eignet sich als Basis für aufwendige Updos.
Weitere Ideen: Kombinieren Sie mit Accessoires wie Bändern oder integrieren Sie den Zopf in einen Dutt.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Ungleiche Strähnendicken führen zu schiefen Mustern – achten Sie bewusst auf Symmetrie. Zu festes Ziehen verursacht Kopfschmerzen, zu lockeres hält nicht. Vermeiden Sie das Flechten in frisch gewaschenen Haaren ohne Griffigkeitsprodukte. Mit Geduld und regelmäßiger Übung verschwinden diese Probleme schnell.
Pflegehinweise für geflochtene Haare
Ein französischer Zopf schont die Haare, da er Reibung minimiert. Tragen Sie ihn jedoch nicht zu lange eng, um die Kopfhaut zu entlasten. Vor dem Schlafen lösen und die Haare sanft bürsten.
FAQs
Wie lange dauert es, einen französischen Zopf zu flechten?
Anfänger brauchen 10–15 Minuten, mit Übung nur 5 Minuten.
Eignet sich der französische Zopf für kurze Haare?
Ja, ab schulterlang funktioniert er, bei kürzeren Haaren als Partial-Variante.
Was tun bei sehr feinen Haaren?
Verwenden Sie Volumenspray und flechten Sie straffer.
Kann man den Zopf selbst flechten?
Ja, mit einem Handspiegel für den Hinterkopf klappt es gut.
Wie hält der Zopf länger?
Fixieren Sie mit Haarspray und verwenden Sie griffige Produkte.
Ist der französische Zopf haarschonend?
Ja, er reduziert Bruch und Verknotungen im Vergleich zu offenen Haaren.
Fazit: Eleganz mit einfacher Technik
Der französische Zopf bleibt ein zeitloser Favorit unter den Flechtfrisuren – vielseitig, praktisch und immer stilvoll. Mit dieser Anleitung gelingt er sowohl Anfängern als auch erfahrenen Styling-Fans. Probieren Sie die Varianten aus und entdecken Sie, wie diese Technik den Alltag bereichert. Mit etwas Übung wird das Flechten zur entspannten Routine, die für Komplimente sorgt.
