selma blair

Selma Blair: Karriere, MS und Leben

Selma Blair ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rollen in den Filmen Cruel Intentions (1999), Legally Blonde (2001) und der Hellboy-Reihe bekannt wurde. Geboren am 23. Juni 1972 in Southfield, Michigan, als Selma Blair Beitner, hat sie eine jahrzehntelange Karriere in Film und Fernsehen aufgebaut. Seit ihrer Diagnose mit Multipler Sklerose (MS) im Jahr 2018 engagiert sie sich öffentlich für Aufklärung über die Erkrankung und veröffentlichte 2022 ihre Autobiografie Mean Baby.

Hauptteil

Wer ist Selma Blair und woher stammt sie?

Selma Blair Beitner wurde am 23. Juni 1972 in Southfield, einem Vorort von Detroit in Michigan, geboren. Sie ist die jüngste von vier Töchtern von Molly Ann Cooke und Elliot I. Beitner, die beide als Anwälte tätig waren. Ihre Familie ist jüdisch geprägt. Blair besuchte zunächst eine jüdische Tagesschule und später die Cranbrook Kingswood School. Nach dem Schulabschluss studierte sie an mehreren Hochschulen, darunter dem Kalamazoo College und der New York University, bevor sie an die University of Michigan wechselte. Dort schloss sie 1994 magna cum laude mit einem Dreifachstudium in Fotografie, Psychologie und Englisch ab. Ursprünglich wollte sie Fotografin werden, nahm jedoch Schauspielunterricht an Institutionen wie dem Stella Adler Conservatory und wechselte schließlich vollständig zur Schauspielerei.

Welche Durchbruchsrollen machte Selma Blair bekannt?

Blair begann ihre Karriere mit kleineren Fernsehrollen und Filmauftritten Ende der 1990er-Jahre. Ihren Durchbruch erlebte sie 1999 mit der Rolle der naiven Cecile Caldwell in dem Teenager-Drama Cruel Intentions, einer modernen Adaption von „Gefährliche Liebschaften“. Für ihre Leistung erhielt sie MTV Movie Award-Nominierungen, darunter für den Besten Kuss (den sie gewann). 2001 folgte die erfolgreiche Komödie Legally Blonde, in der sie Vivian Kensington, die Rivalin und spätere Freundin von Reese Witherspoons Figur Elle Woods, spielte. Weitere bekannte Filme waren The Sweetest Thing (2002) sowie die Fantasy-Filme Hellboy (2004) und Hellboy II: The Golden Army (2008), in denen sie die Figur Liz Sherman verkörperte. Im Fernsehen war sie unter anderem in der US-Adaption von Kath & Kim (2008–2009) und in der Sitcom Anger Management (2012–2014) zu sehen. 2016 spielte sie Kris Jenner in der ersten Staffel von American Crime Story.

Wann wurde bei Selma Blair Multiple Sklerose diagnostiziert?

Im August 2018 erhielt Selma Blair die Diagnose Multiple Sklerose (MS), eine autoimmune Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie machte die Diagnose im Oktober 2018 öffentlich über Instagram und berichtete von Symptomen wie Gleichgewichtsproblemen, Gedächtnisstörungen, Fallen und einer beeinträchtigten linken Körperseite. Blair gab an, dass sie bereits seit der Kindheit Symptome gehabt habe (u. a. Sehstörungen und Fatigue), diese jedoch lange nicht ernst genommen oder fehldiagnostiziert worden seien. Nach der Diagnose unterzog sie sich einer intensiven Behandlung, darunter Chemotherapie und einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT). In dem Netflix-Dokumentarfilm Introducing, Selma Blair (2021) dokumentierte sie ihren Behandlungsprozess und ihren Alltag mit der Erkrankung. 2021 erklärte sie, dass die Krankheit in Remission sei und keine neuen Läsionen mehr aufgetreten seien. Sie setzt sich seither öffentlich für MS-Aufklärung und die Sichtbarkeit chronischer Erkrankungen ein.

Welche privaten Lebensstationen und Familienverhältnisse hat Selma Blair?

Selma Blair war von Januar 2004 bis 2006 mit dem Schriftsteller und Produzenten Ahmet Zappa (Sohn von Frank Zappa) verheiratet. Die Ehe wurde geschieden. Aus einer späteren Beziehung mit dem Mode-Designer Jason Bleick stammt ihr Sohn Arthur Saint Bleick, der 2011 geboren wurde. Das Paar trennte sich etwa ein Jahr nach der Geburt, co-parentet den Sohn jedoch weiterhin. Blair hält das Privatleben ihres Sohnes weitgehend aus der Öffentlichkeit. Sie lebt als alleinstehende Mutter und hat mehrfach betont, wie wichtig ihr die Mutterrolle und die Unterstützung durch ihren Sohn sind. Seit 2021 begleitet sie ein Servicedog namens Scout (ein English Red Fox Labrador), der sie bei neurologischen Einschränkungen unterstützt.

Welche Bücher und Dokumentationen hat Selma Blair veröffentlicht?

2021 erschien der Dokumentarfilm Introducing, Selma Blair unter der Regie von Rachel Fleit. Der Film begleitet die Schauspielerin durch ihre MS-Behandlung und ihren Alltag. 2022 veröffentlichte sie bei Knopf ihre Autobiografie Mean Baby: A Memoir of Growing Up. Darin schreibt sie über ihre Kindheit, die Familie, ihre Hollywood-Erfahrungen, den Umgang mit Alkohol und den Weg zur Nüchternheit sowie die MS-Diagnose. Das Buch wurde von der Kritik als offene und reflektierte Auseinandersetzung mit ihrem Leben aufgenommen.

Wie hat sich Selma Blair nach der MS-Diagnose beruflich entwickelt?

Nach der Diagnose 2018 und der anschließenden intensiven Behandlung reduzierte Blair zeitweise ihre Schauspielarbeit. Sie berichtete, dass sie Symptome auf Sets verborgen hatte, um nicht als Versicherungsrisiko zu gelten. Mit der Remission und steigender Stabilität kehrte sie schrittweise zurück. 2022 nahm sie an der 31. Staffel von Dancing with the Stars teil. In späteren Jahren kündigte sie neue Filmprojekte an und setzte sich weiterhin öffentlich für Inklusion und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen ein. Sie betont, dass sie trotz der Erkrankung weiterhin als Schauspielerin arbeiten und nicht auf Rollen mit Behinderungsbezug beschränkt werden möchte.

Schlussfolgerung

Selma Blair hat sich von einer jungen Schauspielerin aus Michigan zu einer bekannten Hollywood-Persönlichkeit entwickelt, die durch Filme wie Cruel Intentions, Legally Blonde und Hellboy einem breiten Publikum vertraut ist. Seit der MS-Diagnose 2018 und der anschließenden Remission nach Stammzelltherapie hat sie ihre öffentliche Stimme für die Aufklärung über Multiple Sklerose und chronische Erkrankungen genutzt. Mit dem Dokumentarfilm Introducing, Selma Blair (2021) und der Autobiografie Mean Baby (2022) gab sie Einblicke in ihr Leben. Als Mutter ihres 2011 geborenen Sohnes Arthur Saint Bleick und mit dem Support ihres Servicedogs Scout verbindet sie berufliche und private Herausforderungen.

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