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Lara Fischer: Vom Hochwasser 2013 zur eigenen Karriere in Niederbayern

Der Name Lara Fischer ist in Niederbayern vor allem mit zwei Ereignissen verbunden: dem Jahrhunderthochwasser, das im Juni 2013 die Passauer Altstadt und das Elternhaus der Familie überflutete, und ihrer Rolle als Radiomoderatorin bei UNSER RADIO. Als Tochter des bayerischen Schauspielers und Kabarettisten Ottfried Fischer wuchs sie mit einem bekannten Nachnamen auf, hat sich beruflich aber unabhängig von ihrem Vater einen eigenen Weg erarbeitet – zunächst als Museumsgründerin, dann als Journalistin und Moderatorin.

NameLara Fischer (laut Bildagenturangaben: Lara Eva Milena Fischer)
GeburtsjahrBerichten zufolge 1992 in Passau
VaterOttfried Fischer, Schauspieler und Kabarettist („Der Bulle von Tölz“)
MutterRenate Fischer, erste Ehefrau Ottfried Fischers
GeschwisterSchwester Nina Fischer
HerkunftsortPassau, Familienhaus Unterer Sand 2 (seit 1956 im Familienbesitz)
AusbildungStudium der Kulturwirtschaft an der Universität Passau
Bekannt durchHochwassermuseum in Passau, Moderation bei UNSER RADIO

Wer ist Lara Fischer?

Lara Fischer ist die ältere Tochter von Ottfried Fischer, der Millionen Zuschauern vor allem als Kommissar Benno Berghammer in „Der Bulle von Tölz“ sowie durch seine Kabarettsendung „Ottis Schlachthof“ bekannt ist. Ihre Mutter ist Renate Fischer, von der sich Ottfried Fischer 2006 trennte. Lara wuchs gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Nina im Familienhaus am Unteren Sand in der Passauer Altstadt auf, einem Gebäude direkt am Inn, das seit 1956 im Besitz der Familie ist. Während ihr Vater seit Jahrzehnten im Rampenlicht steht und 2008 öffentlich machte, an Parkinson erkrankt zu sein, hat Lara Fischer ihren eigenen beruflichen Weg bewusst abseits der reinen Familienprominenz aufgebaut.

Die Familie Fischer und das Hochwasser 2013

Im Juni 2013 traf das sogenannte Jahrhunderthochwasser weite Teile Niederbayerns und Oberbayerns besonders hart. In Passau stieg die Donau auf einen historischen Höchststand, während gleichzeitig auch der Inn und die Ilz über die Ufer traten. Bereits am Abend des 2. Juni überschritt die Donau in Passau die Höchstmarke des vorangegangenen großen Hochwassers von 2002, und die Stadt rief noch am selben Wochenende den Katastrophenalarm aus. Das Familienhaus der Fischers am Unteren Sand 2, direkt an der Altstadt gelegen, blieb davon nicht verschont: Im Erdgeschoss stand das Wasser auf rund 1,95 Meter, große Teile der Einrichtung und der Bausubstanz wurden beschädigt. Die Flutkatastrophe von 2013 gilt bis heute als eines der prägendsten Ereignisse für die Stadt Passau, bei dem mehrere Menschen im gesamten bayerischen Katastrophengebiet ums Leben kamen und die Aufräumarbeiten Wochen in Anspruch nahmen. In der gesamten Region halfen in den Tagen danach tausende freiwillige Helfer, viele davon Studierende, beim Auspumpen von Kellern und beim Beseitigen von Schlamm und Schäden.

Aus dieser Erfahrung entstand die Idee, das beschädigte Erdgeschoss nicht einfach nur zu sanieren, sondern in einen Erinnerungsort zu verwandeln. Nach eigenen Angaben der Familie sollte damit nicht in erster Linie an das eigene Schicksal erinnert werden, sondern an die große Hilfsbereitschaft, die Passau in den Tagen nach der Flut erlebte. Ottfried Fischer, der seit 2008 öffentlich mit seiner Parkinson-Erkrankung umgeht und sich in dieser Zeit zunehmend aus dem aktiven Fernsehgeschäft zurückzog, brachte für das Projekt auch eigene finanzielle Mittel ein, während die konzeptionelle und organisatorische Umsetzung zunehmend in den Händen seiner Tochter lag.

Vom Studium zur Museumsgründerin

Zum Zeitpunkt des Hochwassers studierte Lara Fischer Kulturwirtschaft an der Universität Passau, einen Studiengang, der wirtschaftliche, kommunikative und kulturmanagementbezogene Inhalte verbindet. Gemeinsam mit dem Kulturmanager Peter Syr entwickelte sie das Konzept für ein Museum im Erdgeschoss des Familienhauses. Lara Fischer übernahm dabei die Geschäftsführung des Projekts, das unter dem Namen „Wasser bis zum Hals“ firmierte und die Ereignisse von 2013 anhand von Objekten, Texten und Bildern dokumentieren sollte.

Am 3. September 2015 fand im Familienhaus eine erste Preview-Ausstellung statt, bei der rund 80 Gäste Werke von 17 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld von ver.di München besichtigen konnten. Die vollständige Eröffnung des Museums folgte im Herbst 2016. Da die Anfangsinvestitionen mit rund 94.000 Euro für Sanierung, Ausstellungsgestaltung sowie Licht- und Tontechnik zu Buche schlugen, beantragte Lara Fischer im Juni 2016 bei der Stadt Passau einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro, um eine verbliebene Finanzierungslücke zu schließen. Das Museum war explizit als privates, künstlerisches Projekt der Familie konzipiert und nicht als öffentlich getragene Institution.

Inhaltlich setzte das Museum bewusst nicht auf klassische Vitrinen, sondern auf bewegliche Stellwände mit Texten und Fotografien, die sich bei Bedarf komplett entfernen ließen, um Platz für Veranstaltungen wie Kabarettabende oder Filmvorführungen zu schaffen. Zu den einprägsamsten Exponaten zählten zwei Geigen aus den Instrumentenschränken des benachbarten Stadttheaters, die während der Flut aus dem gefluteten Orchestergraben gerettet worden waren. Das Konzept spiegelte damit auch die Doppelfunktion des Hauses wider: einerseits Erinnerungsort an die Katastrophe, andererseits weiterhin nutzbarer Kultur- und Veranstaltungsraum mitten in der Passauer Altstadt.

Der Weg ins Radio: Karriere bei UNSER RADIO

Parallel zu ihrem Engagement für das Hochwassermuseum begann Lara Fischer bereits während des Studiums, als Lokalreporterin für den privaten Sender UNSER RADIO zu arbeiten, der in Niederbayern mit Studios in Passau und Deggendorf vertreten ist. Erste Beiträge unter der Byline „UNSER RADIO die Lokalreporter: Lara Fischer“ erschienen 2015 auf dem Nachrichtenportal Passau24.de, das zur Passauer Neuen Presse gehört. Sie berichtete dabei unter anderem über lokale Politik, Regionalthemen aus Niederbayern und die Ausgabe des Friedenslichts aus Bethlehem in der Region.

Im Januar 2018 übernahm Lara Fischer die Frühsendung von UNSER RADIO und moderierte fortan montags bis freitags zwischen sechs und neun Uhr. Sie folgte damit auf Simone Rieger, die vier Jahre lang die Morgensendung geleitet hatte und aufgrund der Geburt ihres Kindes das Mikrofon übergab. Bemerkenswert an diesem Karriereschritt: Ein Großteil der Hörerschaft wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die neue Morgenmoderatorin die Tochter von Ottfried Fischer war – ein Umstand, mit dem Lara Fischer nach eigener Aussage gut leben konnte. Zum Sendungsantritt beschrieb sie ihre neue Aufgabe selbst als Chance, „Niederbayern aus den Federn zu holen“ und die Region gemeinsam mit den Hörerinnen und Hörern in den Tag zu begleiten, unterstützt an ihrer Seite unter anderem von Nachrichtensprecher Christian Keim.

In den folgenden Monaten war sie unter anderem als Gesicht der Sender-Aktion „UNSER RADIO-Osterrätsel“ aktiv, bei der die Hörer täglich die Chance hatten, Spenden für karitative und soziale Projekte in Niederbayern zu gewinnen. Im Frühjahr 2018 kamen dabei nach Angaben des Senders rund 10.000 Euro zusammen, die an gemeinnützige Einrichtungen in der Region verteilt wurden – von Kindergärten über örtliche Feuerwehren bis hin zu Fördervereinen. Solche Formate unterstreichen, wie stark Lara Fischers Radiotätigkeit auf lokale Verwurzelung und regionales Engagement setzte, statt auf überregionale Bekanntheit.

Über die Jahre 2018 hinaus liegen zu ihrer weiteren Radio- und Medientätigkeit keine belastbaren, öffentlich zugänglichen Quellen vor. Die zuletzt gut dokumentierte Phase ihrer Karriere bleibt damit die Zeit als Museumsgründerin und Morgenmoderatorin in den Jahren 2015 bis 2018.

Leben abseits der Öffentlichkeit

Anders als ihr Vater, der über Jahrzehnte im Zentrum der bundesweiten Medienberichterstattung stand, hat Lara Fischer den Schritt in die breite überregionale Öffentlichkeit bislang nicht gesucht. Ihre öffentlich dokumentierten Auftritte beschränken sich weitgehend auf ihre berufliche Tätigkeit in Niederbayern sowie auf gemeinsame Familienauftritte mit Ottfried Fischer, etwa bei Premieren oder Benefizveranstaltungen in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren. Diese Zurückhaltung wird in regionalen Medienberichten häufig als bewusste Entscheidung beschrieben, sich beruflich unabhängig vom prominenten Nachnamen zu profilieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lara Fischer ist die ältere Tochter des Schauspielers und Kabarettisten Ottfried Fischer.
  • Das Familienhaus am Unteren Sand 2 in Passau wurde beim Jahrhunderthochwasser 2013 überflutet, das Erdgeschoss stand unter rund 1,95 Meter Wasser.
  • Aus dem beschädigten Erdgeschoss entstand unter Lara Fischers Geschäftsführung das Museum „Wasser bis zum Hals“, das 2016 eröffnete.
  • Für die Finanzierung beantragte sie 2016 einen Zuschuss von 30.000 Euro bei der Stadt Passau.
  • Ab 2015 arbeitete sie als Lokalreporterin für UNSER RADIO, ab Januar 2018 moderierte sie dessen Morgensendung.
  • Zu ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit liegen keine aktuellen, verifizierten öffentlichen Informationen vor.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Lara Fischer mit Ottfried Fischer verwandt?

Ja, sie ist seine ältere Tochter aus erster Ehe mit Renate Fischer.

Was hat Lara Fischer mit dem Hochwasser 2013 zu tun?

Das Erdgeschoss des Familienhauses wurde beim Hochwasser 2013 überflutet. Lara Fischer übernahm später die Geschäftsführung des daraus entstandenen Hochwassermuseums „Wasser bis zum Hals“.

Wo arbeitete Lara Fischer als Moderatorin?

Sie war für den niederbayerischen Privatsender UNSER RADIO tätig, zunächst als Lokalreporterin, ab Januar 2018 als Moderatorin der Morgensendung.

Was macht Lara Fischer heute?

Zu ihrer aktuellen Tätigkeit liegen keine belastbaren, aktuellen öffentlichen Quellen vor. Zuletzt öffentlich dokumentiert war ihre Rolle als Morgenmoderatorin bei UNSER RADIO.

Fazit

Lara Fischer zeigt, wie sich aus einem einschneidenden persönlichen Ereignis wie dem Hochwasser 2013 ein eigenständiges berufliches Projekt entwickeln kann. Als Tochter von Ottfried Fischer hätte sie sich auf den bekannten Familiennamen verlassen können, entschied sich jedoch für einen eigenen Weg über Studium, Museumsgründung und Lokaljournalismus in Niederbayern. Damit steht sie beispielhaft für viele Kinder prominenter Eltern, die abseits des Rampenlichts der eigenen Familie eine unabhängige berufliche Identität aufbauen.

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