Gerhard Schröder

Gerhard Schröder Ehepartnerin – Liebe, Politik und ein bewegtes Privatleben

Gerhard Schröder, der frühere Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1998–2005), ist nicht nur für seine politischen Entscheidungen bekannt, sondern auch für sein außergewöhnlich bewegtes Privatleben. Fünf Ehen, fünf Frauen, fünf Lebenskapitel – der SPD-Politiker gilt als einer der meistgeheirateten Bundeskanzler in der Geschichte Deutschlands. Wer waren seine Ehepartnerinnen? Wie prägten sie ihn – und wie prägten politische Ereignisse ihre Beziehungen? Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick.

Inhaltsverzeichnis

  1. Eva Schubach – Die erste Liebe aus der Jugend
  2. Anne Taschenmacher – Die stille Begleiterin des Aufstiegs
  3. Hiltrud „Hillu“ Hampel – Das Glamourpaar von Hannover
  4. Doris Schröder-Köpf – Die First Lady des Kanzleramts
  5. Soyeon Schröder-Kim – Die aktuelle Ehefrau
  6. Liebe zwischen Macht und Öffentlichkeit
  7. Häufige Fragen (FAQ)

Eva Schubach – Die erste Liebe aus der Jugend

Gerhard Schröders erste Ehe war eine Jugendliebe. Er heiratete Eva Schubach im Jahr 1968, als er noch Student an der Universität Göttingen war. Die Verbindung war geprägt von den frühen, entbehrungsreichen Jahren seines Lebens – Schröder war in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, sein Vater war im Zweiten Weltkrieg gefallen.

Die Ehe hielt jedoch nicht lange. Bereits 1972 folgte die Scheidung. Über Eva Schubach ist bis heute nur wenig öffentlich bekannt – ihr Name findet sich kaum in offiziellen Biografien Schröders, was lange für Verwunderung sorgte.

Eckdaten:

  • Heirat: 1968
  • Scheidung: 1972

Anne Taschenmacher – Die stille Begleiterin des Aufstiegs

Noch im gleichen Jahr der Scheidung, 1972, heiratete Schröder Anne Taschenmacher, eine Lehrerin. Diese Ehe begleitete seinen ersten großen politischen Aufstieg: 1980 zog Schröder in den Deutschen Bundestag ein.

Doch mit der wachsenden politischen Karriere kühlte auch die Ehe ab. Das Paar trennte sich Berichten zufolge 1981. Die Scheidung wurde offiziell 1984 vollzogen – und wie so häufig in Schröders Leben folgte auf die Scheidung unmittelbar eine neue Hochzeit.

Eckdaten:

  • Heirat: 1972
  • Scheidung: 1984

Hiltrud „Hillu“ Hampel – Das Glamourpaar von Hannover

Mit der dritten Ehe begann das erste wirklich öffentlichkeitswirksame Kapitel in Schröders Privatleben. Hiltrud „Hillu“ Hampel – Tierschutzaktivistin und Vegetarierin – heiratete Schröder 1984, ebenfalls im Jahr seiner zweiten Scheidung.

Das Paar wurde in Hannover zur gesellschaftlichen Sensation. Die Medien tauften sie die „Kennedys von Hannover“ – glamourös, modern, politisch aufgeladen. Als Schröder 1990 Ministerpräsident von Niedersachsen wurde, stand „Hillu“ an seiner Seite und verlieh dem Paar ein unverwechselbares Image.

Die Ehe stand aber unter Spannung: Schröder liebte seine berühmte Currywurst, die seine vegetarische Ehefrau ihm angeblich auszureden versuchte – eine Anekdote, die sich in der deutschen Presse festgesetzt hat. 1997 war auch diese Ehe zu Ende. Die Scheidung folgte, und unmittelbar darauf – erneut – eine neue Hochzeit.

Eckdaten:

  • Heirat: 1984
  • Scheidung: 1997

Doris Schröder-Köpf – Die First Lady des Kanzleramts

Kaum waren die Scheidungspapiere von Hiltrud Hampel unterzeichnet, heiratete Schröder 1997 Doris Köpf – eine damals bekannte Journalistin, die für Blätter wie Bild und Focus gearbeitet hatte. Sie war 19 Jahre jünger als er.

Kennengelernt hatten sie sich, als Schröder noch Ministerpräsident von Niedersachsen war und Doris Köpf als Redakteurin für das Münchner Nachrichtenmagazin Focus arbeitete. Das erste Treffen fand nach einer Abendveranstaltung in einem Hotel in Frankfurt statt.

1998 wurde Schröder Bundeskanzler – und Doris Schröder-Köpf damit zur First Lady der Bundesrepublik. Das Paar adoptierte gemeinsam zwei Kinder: Viktoria (aus Sankt Petersburg) und Gregor. Doris brachte zudem ihre Tochter Klara aus einer früheren Beziehung in die Ehe mit.

Nach der Kanzlerschaft entwickelte Doris Schröder-Köpf eine eigene politische Karriere: Sie wurde Mitglied des Niedersächsischen Landtags (SPD) und Beauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen.

Die Trennung kam 2015 – öffentlich und schmerzhaft. Die Scheidung wurde im Januar 2018 vollzogen. Nur zweieinhalb Wochen später stand Gerhard Schröder erneut vor dem Traualtar.

Eckdaten:

  • Heirat: Oktober 1997
  • Trennung: März 2015
  • Scheidung: Januar 2018

Soyeon Schröder-Kim – Die aktuelle Ehefrau

Wer ist Soyeon Schröder-Kim?

Die aktuelle und fünfte Ehefrau Gerhard Schröders ist So-yeon Schröder-Kim, geboren am 3. Juni 1970 in Seoul, Südkorea. Sie ist Dolmetscherin und Übersetzerin mit beeindruckenden Sprachkenntnissen: Sie spricht fließend Deutsch, Japanisch und natürlich Koreanisch.

1995 zog sie nach Deutschland, wo sie ein Studium in Marburg begann. In der Folge arbeitete sie als Übersetzerin – unter anderem übersetzte sie Bücher und Essays über den südkoreanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung ins Deutsche.

Wie lernten sie sich kennen?

Schröder und Soyeon begegneten sich 2015 auf einer Wirtschaftskonferenz. Die Verbindung hatte eine professionelle Grundlage: Soyeon übersetzte Schröders Autobiografie ins Koreanische. Das gemeinsame intellektuelle Interesse und ein offensichtlicher persönlicher Funke führten zu einer Beziehung.

„Gerhard und ich denken uns so oft, dass unsere Beziehung vom Schicksal gelenkt wurde“, sagte Soyeon Schröder-Kim 2018 dem Magazin Bunte. „Es lag auf der Hand, dass wir uns irgendwann auf einer Wirtschaftskonferenz kennenlernen mussten.“

Soyeon war zu diesem Zeitpunkt noch mit einem südkoreanischen Arzt verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat. Nach der Scheidung 2017 heirateten sie und Schröder im April 2018 – wenige Wochen nach Schröders vierter Scheidung.

Wie beschreiben sie ihre Ehe?

Gerhard Schröder schwärmt offen von seiner Frau: „Sie ist eine ungewöhnlich attraktive Frau, das hat für mich eine große Rolle gespielt. Und ich kann mich mit Soyeon intellektuell auseinandersetzen.“

Auch Soyeon beschreibt ihren Mann mit Wärme: „Er kann sehr feinfühlig, fast dünnhäutig sein.“ Sie berichtet von einem Moment beim Filmschauen in Seoul: „Der hat ihn so berührt, dass er Tränen in den Augen hatte.“ Auch seine soziale Ader schätzt sie: „Mein Mann geht nie an Obdachlosen vorbei, ohne etwas Geld zu geben.“

Bei der Hochzeit stellte Soyeon eine ungewöhnliche Bedingung: Schröder musste ihr 30 gemeinsame Jahre versprechen. „Als ich meinen Mann geheiratet habe, hat er 30 gemeinsame Jahre versprechen müssen“, sagte sie.

Beruf und Karriere

Soyeon Schröder-Kim arbeitete von 2011 an für NRW.INVEST, eine staatliche Wirtschaftsförderungsagentur Nordrhein-Westfalens. In dieser Funktion half sie mehr als 80 südkoreanischen Unternehmern dabei, sich in der Region anzusiedeln. 2023 wurde sie entlassen – nachdem sie an einer Veranstaltung der russischen Botschaft in Berlin zum „Tag des Sieges“ teilgenommen hatte, mitten im russischen Krieg gegen die Ukraine. Sie erhielt im September desselben Jahres eine Entschädigung.

Politischer Kontext: Putin, Ukraine und Kritik

Die Ehe von Gerhard und Soyeon Schröder-Kim ist untrennbar mit einem politischen Skandal verknüpft. Schröder steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 massiv in der Kritik – wegen seiner engen Freundschaft mit Wladimir Putin und seiner Tätigkeit für russische Staatskonzerne wie Gazprom und Nord Stream.

Kurz nach Kriegsbeginn reiste das Paar gemeinsam nach Moskau, um als inoffizielle Vermittler aufzutreten – ohne messbares Ergebnis. Schröder distanzierte sich trotz des öffentlichen Drucks nicht von Putin. Ein SPD-Schiedsverfahren entschied im März 2023, dass Schröder keine Parteiregeln verletzt habe und weiterhin Mitglied der SPD bleibt.

Das Paar lebt heute zwischen Hannover und Seoul.

Eckdaten:

  • Heirat: April 2018
  • Wohnorte: Hannover und Seoul

Liebe zwischen Macht und Öffentlichkeit

Gerhard Schröders Liebesleben ist mehr als nur Boulevardstoff – es ist ein Spiegel seiner Persönlichkeit und seiner Zeit. Jede Ehefrau begleitete ihn in einer anderen Phase: die Jugendliebe in der Studentenzeit, die stille Begleiterin im politischen Aufstieg, die glamouröse Partnerin als Ministerpräsident, die First Lady im Kanzleramt und schließlich die internationale Partnerin im Ruhestand.

Schröder selbst hat über seine früheren Ehen gesagt: „Alles, was ich in meinem Leben getan habe, habe ich aus guten Gründen getan. Ich möchte an keiner Phase einen Abstrich machen oder eine Frau, die ich geliebt habe, herabsetzen.“

Das zeigt einen Mann, der sein Privatleben – trotz allem öffentlichen Interesse – mit einer gewissen Würde betrachtet. Ob man seine politischen Entscheidungen gutheißt oder nicht: Das Muster von Neuanfängen, das seinen Lebenslauf durchzieht, macht Gerhard Schröder zu einer der komplexesten Figuren der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Übersicht: Alle Ehefrauen Gerhard Schröders

#NameHeiratScheidungBesonderheit
1Eva Schubach19681972Jugendliebe, Studienzeit
2Anne Taschenmacher19721984Lehrerin, begleitete Karrierestart
3Hiltrud „Hillu“ Hampel19841997„Kennedys von Hannover“
4Doris Schröder-Köpf19972018First Lady, heute Politikerin (SPD)
5Soyeon Schröder-Kim2018Südkoreanische Dolmetscherin, aktuelle Ehefrau

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viele Mal war Gerhard Schröder verheiratet?
Gerhard Schröder war insgesamt fünf Mal verheiratet. Seine aktuelle Ehefrau ist Soyeon Schröder-Kim, die er 2018 heiratete.

Wer ist die aktuelle Ehefrau von Gerhard Schröder?
Die aktuelle Ehefrau ist So-yeon Schröder-Kim, eine südkoreanische Dolmetscherin und Übersetzerin, geboren 1970 in Seoul.

Wie haben sich Gerhard Schröder und Soyeon kennengelernt?
Sie lernten sich 2015 auf einer Wirtschaftskonferenz kennen. Soyeon hatte zuvor Schröders Autobiografie ins Koreanische übersetzt.

Hat Gerhard Schröder Kinder?
Schröder hat keine leiblichen Kinder. Mit seiner vierten Ehefrau Doris Schröder-Köpf adoptierte er zwei Kinder (Viktoria und Gregor). Doris brachte zudem ihre Tochter Klara in die Ehe.

Warum stand Gerhard Schröder zuletzt in der Kritik?
Schröder wurde seit 2022 massiv kritisiert wegen seiner engen Beziehung zu Wladimir Putin, seiner Tätigkeit für russische Staatskonzerne wie Gazprom und seiner Weigerung, sich nach dem Angriff auf die Ukraine von Putin zu distanzieren.

Wo lebt Gerhard Schröder heute?
Das Ehepaar Schröder-Kim lebt zwischen Hannover und Seoul.

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