Ohrringe Gold gehören zu den beliebtesten Schmuckstücken überhaupt. Sie strahlen Eleganz aus, passen zu nahezu jedem Stil und halten ein Leben lang – vorausgesetzt, sie werden richtig gepflegt. Ob schlichte Ohrstecker für den Alltag, auffällige Creolen für besondere Anlässe oder filigrane Hängeohrringe, die ins Auge fallen: Die Auswahl an Formen und Goldarten ist riesig.
Beliebte Formen von Goldohrringen
Die Form entscheidet maßgeblich darüber, wie Goldohrringe wirken und zu welchem Anlass sie passen. Jede Variante hat ihren eigenen Charakter und eignet sich für unterschiedliche Gesichtsformen und Stylings.
Ohrstecker – der klassische Allrounder
Ohrstecker sind die unaufdringlichste und vielseitigste Form. Sie sitzen direkt am Ohrläppchen und sind in unzähligen Designs erhältlich: von schlichten Kugeln oder kleinen Herzen bis hin zu funkelnden Varianten mit Zirkonia oder Diamanten. Ihr großer Vorteil ist die Bequemlichkeit – sie stören weder bei langen Haaren noch beim Telefonieren. Ovalen oder länglichen Gesichtern schmeicheln runde Stecker, während eckige Formen weichere Gesichtszüge betonen.
Creolen – zeitlos und ausdrucksstark
Creolen, auch Hoop-Ohrringe genannt, sind ringförmig und umschließen das Ohrläppchen. Sie reichen von kleinen, dezenten Ringen mit wenigen Millimetern Durchmesser bis zu großen Modellen, die weit über die Schultern reichen. Besonders im Trend liegen derzeit mittelgroße Creolen aus 585er Gold, die sowohl im Büro als auch abends elegant wirken. Sie verleihen jedem Outfit eine gewisse Lässigkeit und passen hervorragend zu hochgesteckten Frisuren.
Hängeohrringe elegant und feminin
Hängeohrringe, auch Tropfen- oder Chandelier-Ohrringe genannt, fallen lang herunter und bringen Bewegung ins Spiel. Sie können schlicht als einzelner Goldtropfen gestaltet sein oder aufwendig mit mehreren Elementen, die bei jeder Bewegung schimmern. Diese Form verlängert optisch das Gesicht und eignet sich besonders für festliche Anlässe. Bei empfindlichen Ohren sollten leichte Varianten gewählt werden, um Druckstellen zu vermeiden.
Ear Cuffs und Climber – der moderne Trend
Ear Cuffs umfassen das gesamte Ohr ohne Löcher und wirken dadurch besonders edgy. Climber hingegen „klettern“ am Ohrläppchen entlang und erzeugen einen asymmetrischen Look. Beide Formen sind in den letzten Jahren stark im Kommen und werden oft aus flexiblem Gold gefertigt, das sich dem Ohr anpasst. Sie bieten eine tolle Alternative für alle, die keine weiteren Piercings wünschen.
Weitere Formen im Überblick
Neben den Klassikern gibt es noch Jackets (kleine Anhänger, die hinter dem Stecker sitzen), Threader (lange Ketten, die durch das Ohr gezogen werden) und Cluster-Ohrringe (mit vielen kleinen Steinen besetzt). Jede Form lässt sich individuell an den persönlichen Stil anpassen.
Die verschiedenen Goldarten für Ohrringe
Reines Gold ist zu weich für alltäglichen Schmuck, deshalb werden stets Legierungen verwendet. Die Bezeichnung erfolgt in Karat oder Tausendstel Feingoldanteil. Je höher der Goldanteil, desto wertvoller und weicher das Material.
Gelbgold – der traditionelle Klassiker
Gelbgold ist die natürliche Farbe des Edelmetalls und entsteht durch Legierungen mit Kupfer und Silber. Es wirkt warm und edel, passt besonders gut zu warmer Hautuntertönen und ist sehr korrosionsbeständig. Beliebte Stärken sind 333er (8 Karat), 585er (14 Karat) und 750er (18 Karat) Gold.
Weißgold – modern und silberähnlich
Weißgold wird durch Beimischung von Palladium oder Nickel erzeugt und anschließend rhodiniert, um den silbernen Glanz zu verstärken. Es ist die perfekte Alternative zu Platin und wirkt besonders elegant zu kühleren Farbtönen. Achtung: Ältere Weißgold-Legierungen können Nickel enthalten, was bei Allergikern Reizungen auslösen kann. Moderne Varianten sind meist nickelfrei.
Roségold – romantisch und trendy
Roségold (auch Rotgold genannt) erhält seine roséfarbene Tönung durch einen höheren Kupferanteil. Es liegt voll im Trend, wirkt feminin und schmeichelt nahezu jedem Hautton. Besonders 585er Roségold ist robust und farbecht.
Karatzahlen und ihre Bedeutung
| Karat | Feingoldanteil | Eigenschaften | Preislevel | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| 333 | 33,3 % | Sehr robust, günstig, leicht anlaufend | Niedrig | Alltagsschmuck |
| 585 | 58,5 % | Gute Balance aus Härte und Wert | Mittel | Meistverkaufte Variante |
| 750 | 75,0 % | Weich, edel, intensiver Glanz | Hoch | Hochwertiger Schmuck, Erbstücke |
Richtige Pflege von Ohrringe gold
Damit Goldohrringe über Jahre hinweg glänzen, braucht es nur wenige einfache Maßnahmen. Gold ist zwar unempfindlich gegenüber Luft und Wasser, kann aber durch Schmutz, Kosmetika oder Schweiß matter werden.
Tägliche Pflegeroutine
Nehmen Sie die Ohrringe abends ab und wischen Sie sie mit einem weichen Mikrofasertuch ab. So entfernen Sie Hautfette und Rückstände. Tragen Sie Parfüm oder Haarspray immer vor dem Anlegen auf, damit keine chemischen Rückstände am Gold haften bleiben.
Gründliche Reinigung
Einmal im Monat reicht eine sanfte Reinigung: Legen Sie die Ohrringe in lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen mildem Spülmittel. Bürsten Sie sie vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste ab und spülen Sie gründlich. Trocknen Sie anschließend mit einem fusselfreien Tuch. Bei starkem Rhodinierungsabrieb (bei Weißgold) lassen Sie die Ohrringe professionell neu beschichten.
Was Sie vermeiden sollten
Chlor (Schwimmbad), Salzwasser, aggressive Reiniger und starkes Reiben können das Gold angreifen oder die Oberfläche zerkratzen. Lagern Sie die Ohrringe separat in einem Schmuckkästchen mit weichem Innenfutter, um Kratzer zu verhindern.
Professionelle Pflege
Alle paar Jahre lohnt sich eine Ultraschallreinigung beim Juwelier. Dort werden auch Verschlüsse geprüft und gegebenenfalls repariert.
FAQs
Welche Goldart ist am besten für den Alltag geeignet?
585er Gelb- oder Roségold bietet die beste Kombination aus Robustheit und Schönheit.
Kann man mit Goldohrringen duschen oder schwimmen gehen?
Besser nicht. Wasser allein schadet nicht, aber Seife, Shampoo oder Chlor können die Oberfläche langfristig matt machen.
Sind nickelfreie Goldohrringe für Allergiker ausreichend?
Ja, besonders moderne Weißgold-Legierungen ohne Nickel sind hautfreundlich. Achten Sie auf entsprechende Kennzeichnungen.
Wie erkenne ich echtes Gold?
Echte Goldohrringe tragen einen Stempel mit der Karatzahl (z. B. „585“ oder „750“). Zusätzlich hilft ein Säuretest beim Juwelier.
Welche Form passt zu meinem Gesicht?
Runde Gesichter profitieren von längeren Hängeohrringen, eckige Gesichter von Creolen oder runden Steckern.
Wie viel sollte man für gute Goldohrringe ausgeben?
Qualität beginnt bei 585er Gold. Einfache Modelle starten bei etwa 100–200 Euro, hochwertige Stücke können mehrere Tausend Euro kosten.
Fazit
Goldohrringe sind eine lohnende Investition in zeitlosen Schmuck. Ob klassische Creolen, moderne Ear Cuffs, warmes Gelbgold oder trendiges Roségold – die Vielfalt lässt keine Wünsche offen. Mit der richtigen Wahl der Form und Goldart sowie konsequenter Pflege bleiben sie ein Leben lang schön und wertvoll. So werden sie nicht nur zu einem täglichen Begleiter, sondern oft auch zu einem emotionalen Erbstück.
