Eva Pinkelnig, eine der erfolgreichsten Skispringerinnen Österreichs, hat im September 2025 einen dramatischen Sturz erlitten, der ihre Karriere vor neue Herausforderungen stellt. Der Unfall ereignete sich während des Sommer-Grand-Prix in Predazzo, Italien, auf der Olympiaschanze für die Winterspiele 2026. Dieser Vorfall hat nicht nur ihre Saison beendet, sondern auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Milano Cortina unmöglich gemacht.
Der Sturz hat die Skisprung-Welt schockiert und unterstreicht die Risiken dieses anspruchsvollen Sports. Pinkelnig, die als erfahrene Athletin gilt, hat bereits mehrere Rückschläge gemeistert. Doch dieser jüngste Zwischenfall wirft Fragen zur Sicherheit auf Schanzen auf und zeigt, wie schnell Erfolge in Enttäuschungen umschlagen können. Lassen Sie uns die Ereignisse Schritt für Schritt beleuchten.
Der Sturz in Predazzo: Was ist passiert?
Am 18. September 2025 fand in Predazzo der Sommer-Grand-Prix statt, der als Test für die kommenden Olympischen Winterspiele diente. Die Schanze in Val di Fiemme ist bekannt für ihre anspruchsvollen Bedingungen und war Schauplatz des ersten Wettkampfs auf der renovierten Olympiaanlage.
Eva Pinkelnig startete als eine der Favoritinnen. Sie lag nach dem ersten Durchgang auf dem zehnten Platz und zeigte solide Leistungen. Im zweiten Sprung jedoch kam es zu dem verhängnisvollen Moment.
Der Wettkampfverlauf
Pinkelnig absolvierte ihren Sprung mit hoher Geschwindigkeit. Die Landung geriet jedoch aus dem Gleichgewicht. Sie stürzte hart auf den Auslauf und blieb liegen, während sie sich sofort ans linke Knie fasste. Zuschauer und Teammitglieder hielten den Atem an, als Helfer herbeieilten.
Der Unfall erinnerte an die hohen Risiken im Skispringen, wo Millimeter und Windböen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Pinkelnig, die für ihre präzisen Landungen bekannt ist, schien sich nicht verkalkuliert zu haben – dennoch endete der Sprung in einem Sturz.
Die unmittelbaren Folgen
Unmittelbar nach dem Eva Pinkelnig Sturz wurde sie medizinisch versorgt. Sie schrie vor Schmerzen und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die ÖSV-Teamärzte bestätigten schnell, dass es sich um eine schwere Verletzung handelte. Der Wettkampf wurde fortgesetzt, doch die Stimmung war getrübt.
Dieser Vorfall löste Diskussionen über die Schanzensicherheit aus. Die FIS reagierte später mit Regeländerungen, um ähnliche Unfälle zu vermeiden. Für Pinkelnig begann an diesem Tag eine lange Phase der Unsicherheit.
Die Diagnose: Schwere Knieverletzung
Nur Stunden nach dem Sturz stand die Diagnose fest. Eva Pinkelnig hatte sich einen Riss des vorderen Kreuzbands zugezogen, ergänzt durch Schäden am Innen- und Außenmeniskus sowie einen Knorpelschaden im linken Knie. Solche Verletzungen sind im Wintersport leider nicht ungewöhnlich, erfordern aber eine Operation und monatelange Rehabilitation. Die 37-Jährige, die in Topform war, musste ihre Saison abschreiben.
Die Verletzung bedeutet ein Aus für die Olympischen Winterspiele 2026. Pinkelnig, die bereits bei den Spielen 2022 in Peking teilgenommen hatte, sah ihre Hoffnungen auf eine Medaille zunichtegemacht. Trotz des Schocks zeigte sie Stärke. In ersten Aussagen betonte sie, dass dies nicht das Ende ihrer Karriere sei. Ihre Resilienz ist beeindruckend, angesichts früherer Rückschläge.
Eva Pinkelnigs Karriere: Ein Überblick
Eva Pinkelnig ist keine typische Spitzensportlerin. Geboren am 27. Mai 1988 in Dornbirn, Vorarlberg, begann sie erst mit 24 Jahren ernsthaft mit dem Skispringen. Zuvor war sie als alpine Skifahrerin aktiv und arbeitete als Erzieherin in einem Kindergarten.
Ihr Wechsel zum Skispringen war mutig. Nach ersten Erfolgen im Austria Cup wurde sie 2014 in den ÖSV-Kader aufgenommen. Sie gab ihren Beruf auf und widmete sich voll dem Sport.
Vom Kindergarten zur Skisprung-Elite
Pinkelnigs Einstieg war unkonventionell. Sie trainierte zunächst auf mobilen Schanzen und beeindruckte durch schnelle Fortschritte. Ihr Debüt im Weltcup erfolgte 2014 in Lillehammer, wo sie sofort Punkte holte.
Als Sportsoldatin beim Österreichischen Heer fand sie die notwendige Unterstützung. Mit 159 cm Körpergröße und enormer Willenskraft kletterte sie in die Weltspitze.
Große Erfolge und Titel
Ihre Karriere ist geprägt von Höhepunkten. 2019 gewann sie Silber bei den Weltmeisterschaften in Seefeld im Team und Mixed-Team. 2020 folgten drei Weltcup-Siege in Folge in Japan.
Der größte Triumph: Im Winter 2022/23 holte sie den Gesamtweltcup mit 1662 Punkten. Sie siegte 16 Mal individuell im Weltcup und stellte Rekorde auf, wie 103,5 Meter in Planica 2024. 2023 wurde sie zur österreichischen Sportlerin des Jahres gekürt. Ihre Erfolge machen sie zu einer Ikone des österreichischen Wintersports.
Frühere Verletzungen und Comebacks
Der Eva Pinkelnig Sturz 2025 ist nicht ihr erster Rückschlag. Sie hat bereits bewiesen, dass sie aus Krisen stärker hervorgeht. In der Saison 2017/18 verpasste sie viele Wettkämpfe aufgrund einer Verletzung. Dennoch kehrte sie stärker zurück.
Der Milzriss 2020
Am 2. Dezember 2020 stürzte Pinkelnig beim Training in Seefeld. Sie erlitt einen Milzriss und musste notoperiert werden. Die Operation in Innsbruck verlief erfolgreich. Nur zwei Monate später, im Februar 2021, stand sie wieder auf den Skiern und belegte den siebten Platz in Râșnov. Dieses Comeback unterstreicht ihre mentale Stärke.
Weitere Rückschläge
2016 zog sie sich eine Gehirnerschütterung zu. Jeder Sturz hat sie geprägt, doch sie lernte daraus. Ihre Karriere zeigt, dass Ausdauer im Skispringen entscheidend ist. Diese Erfahrungen helfen ihr nun bei der aktuellen Rehabilitation. Pinkelnig weiß, wie man mit Schmerzen und Zweifeln umgeht.
Der Weg zurück: Rehabilitation und Zukunft
Seit dem Sturz im September 2025 befindet sich Eva Pinkelnig in der Rehabilitation. Die Operation am Knie war erfolgreich, doch der Prozess ist langwierig. Sie trainiert intensiv, um Muskeln aufzubauen und Beweglichkeit wiederzuerlangen. Physiotherapie und mentale Unterstützung spielen eine große Rolle. Anfang 2026 berichtete sie von Fortschritten. Sie plant eine Rückkehr, möglicherweise in der Saison 2026/27. Ihre Motivation: Unvollendete Ziele im Sport. Der ÖSV unterstützt sie voll. Trainer und Kolleginnen betonen ihre Bedeutung für das Team.
Auswirkungen auf den ÖSV und den Sport
Der Eva Pinkelnig Sturz hat den österreichischen Skiverband hart getroffen. Als Top-Athletin fehlt sie im Teamwettbewerb. Die FIS hat Regeln angepasst, um Landungen sicherer zu machen. Diskussionen über Schanzendesign und Windregeln nehmen zu. Im Frauenskispringen, das erst seit 2014 olympisch ist, unterstreicht dies die Notwendigkeit besserer Schutzmaßnahmen.
FAQs
Was ist beim Eva Pinkelnig Sturz genau passiert?
Eva Pinkelnig stürzte am 18. September 2025 beim Sommer-Grand-Prix in Predazzo nach der Landung im zweiten Durchgang. Sie lag zuvor auf Platz 10 und verletzte sich schwer am linken Knie.
Welche Verletzungen hat Eva Pinkelnig erlitten?
Sie erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbands, Schäden am Innen- und Außenmeniskus sowie einen Knorpelschaden. Dies führte zu einer Operation und dem Saisonaus.
Hat Eva Pinkelnig schon früher Verletzungen gehabt?
Ja, unter anderem einen Milzriss 2020 nach einem Trainingssturz in Seefeld und eine Gehirnerschütterung 2016. Sie kehrte jeweils erfolgreich zurück.
Wann könnte Eva Pinkelnig wieder springen?
Eine Rückkehr ist für die Saison 2026/27 denkbar, abhängig von der Rehabilitation. Sie zeigt Fortschritte, plant aber kein überstürztes Comeback.
Welche Erfolge hat Eva Pinkelnig in ihrer Karriere?
Sie gewann den Gesamtweltcup 2022/23, hat 16 individuelle Weltcup-Siege und mehrere WM-Medaillen. 2023 wurde sie österreichische Sportlerin des Jahres.
Fazit
Der Eva Pinkelnig Sturz markiert einen schmerzhaften Tiefpunkt in einer ansonsten glorreichen Karriere. Doch ihre Geschichte ist eine von Resilienz und Leidenschaft. Während sie sich erholt, bleibt sie Vorbild für viele Athleten. Der Sport verliert vorübergehend eine Star, gewinnt aber an Bewusstsein für Sicherheit. Wir wünschen Eva Pinkelnig eine schnelle Genesung und freuen uns auf ihr Comeback.
